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DAS FEST
Stück von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov
Tiroler
Landestheater
mit Bernd Jeschek, Johanna Lindinger, Frank Roeder,
Helmuth A. Häusler, Sinikka Schubert, u.A.
Regie: Michael Gampe
Bühne: Karl-Heinz Steck
Kostüme: Christine Brandi
Ein großer gedeckter Tisch, an dem ein Familienfest
gefeiert wird: der 60. Geburtstag des Familienoberhaupts,
des angesehenen Geschäftsmanns Helge. Zu diesem
Zweck reisen alle Verwandten und auch die inzwischen
in alle Winde verstreut lebenden Kin¬der mit ihren
jeweiligen Lebens- oder Ehepartnern an. Helges älteste
Tochter Linda hat vor kurzem Selbstmord begangen,
doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Bis ihr
Zwillingsbruder Christian bei Tisch aufsteht und eine
Rede hält. Sie handelt von einem Vater, der seine
Kinder mißbraucht. Alle versuchen, die Vorwürfe
zu ignorieren und nichts scheint zu geschehen…
Der international erfolgreiche Film Das Fest, der
erste, der nach den Regeln des Dogma 95 gedreht wurde,
bildet die Grundlage für die Bühnenfassung,
die in Zusammenarbeit mit dem dänischen Regisseur
Thomas Vinterberg erstellt wurde. „Das Stück
ist ein schmerzhafter Diskurs über das Tabuthema
Kindesmißbrauch und erzählt auf direkte
und eindringliche Weise eine Familiengeschichte über
den Willen des Vaters und den verlorenen Sohn, die
Nähe des Todes und die Ferne der Lebenden, die
Bande des Bluts und darüber, wie es ist, seines
Bruders Hüter zu sein, über Liebe, Eifersucht
und Fremdenangst, über den kühlen Charme
der Bourgeoisie und die warmen Arme der Stubenmädchen“.
(Thomas Vinterberg)
Helge: In einer Hinsicht mag ich Reden gern. Das ist
was Schönes, weil man sie so schnell vergißt.
Auch wenn sie im Moment noch so heiter sind, wehmütig,
ergreifend, ulkig, merkwürdig oder peinlich.
Wenn der Moment vorbei ist, wenn man angestoßen
und geklatscht hat, hat man sie oft schon vergessen.
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